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VEREIN
11.4.2019
Fußballspieler hoffen auf Kunstrasenplatz
Der SSV Dhünn soll den Fußballplatz pachten, damit Landes-Fördergeld beantragt werden kann.
Im Dhünnschen Dorf keimt die Hoffnung, dass sich ein Kunstrasen-Fußballplatz für den SSV doch schneller realisieren lässt, als bislang gedacht. Grund dafür ist das NRW-Förderprogramm "Moderne Sportstätte 2022", von dem die Kicker in Dhünn profitieren könnten. Nach mehrfachen Gesprächen mit der Stadt ist der erste Schritt in diese Richtung fast gemacht: Noch in dieser Woche wird die Stadt dem SSV Dhünn einen Pachtvertrag zuschicken lassen, mit dessen Ratifizierung der Sportverein zum Betreiber der Anlage an der Staelsmühler Straße wird – vergleichbar mit den Abkommen zwischen Stadt und Dabringhausener Turnverein (DTV) oder Tura Pohlhausen.

"Das ist eine wichtige Voraussetzung. Denn Anträge für Mittel aus dem Fördertopf können nur Vereine stellen, die entweder Besitzer oder langfristiger Pächter einer Sportstätte sind, in die investiert werden soll", betonte Erster Beigeordneter Stefan Görnert in einer Gesprächrunde im Anschluss an die Jahreshauptversammlung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) Dhünn. Klar müsse sein: Die Stadt könne im Haushaltssicherungskonzept (HSK) keinen Kunstrasenplatz in Dhünn finanzieren, womit unbedingt die Fördermittel notwendig seien, wenn das moderne Grün vor Ablauf des HSK realisiert werden soll. Görnert weiter: "Nach jetzigem Stand werden die weiteren Voraussetzungen und detailierten Bedingungen zur Antragsstellung bei ‚Moderne Sportstätten 2022‘ im ersten Halbjahr dieses Jahres von der Landesregierung veröffentlicht." Eigentlich war vorgesehen, diese Details bereits im ersten Quartal zu veröffentlichen.

Stefan Eckstein vom Arbeitskreis "Kunstrasen" beim SSV Dhünn zeigte sich zuversichtlich: "Wenn wir die benötigten Fördermittel bekommen, schaffen wir das. Einen Eigenanteil kriegen wir über Sponsoren auch gestemmt – da bin ich mir sicher." Das Ziel müsse doch sein, dass die über 100 Jugendlichen, die beim SSV Dhünn kicken, dem Verein erhalten bleiben und nicht wegen der Fußballplatz-Bedingungen zu anderen Vereinen wechseln. Wenngleich Stefan Görnert unterstrich, das es ohne Fördermittel nicht gehen kann, sagte er auch: "Politik und Verwaltung wollen den Kunstrasenplatz in Dhünn und die Gleichbehandlung der Vereine."

Damit zielte der Beigeordnete auf Dabringhausen, Pohlhausen und das Eifgen-Stadion ab, wo die Plätze modernisiert sind und gerade modernisiert werden. Eine weitere kalkulatorische Größe bleibt die SSV Dhünn: Die Summe, die die Stadtverwaltung für die Unterhaltung des Platzes einspart, weil der SSV als Pächter diese Aufgaben übernimmt, darf die Stadt auch im HSK ausgeben (eine Entscheidung der Politik vorausgesetzt). Aus dem Stadtsäckel flossen etwa 150.000 Euro an Tura Pohlhausen, wofür der Verein im Gegenzug eine Verpflichtung zur Unterhaltung des Platzes für 15 Jahre einging.



RP, 11.4.2019


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