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VEREIN
6.5.2020
"Grünes Licht" für Kunstrasen an der Staelsmühle
Die Staatskanzlei der nordrhein-westfälischen Landesregierung sagt 280.000 Euro für den SSV Dhünn und 59.500 für den Schwimmverein Freibad Dabringhausen aus dem Förderprogramm "Moderne Sportstätte 2022" zu.
Beim Kochen des Mittagessens erreichte Stefan Eckstein, zweiter Vorsitzender des Fördervereins des SSV Dhünn, die gute Nachricht: Der Sportverein soll 280.000 Euro aus dem Förderprogramm "Moderne Sportstätte 2022" für den Bau eines Kunstrasenplatzes an der Staelsmühle bekommen. Gleichzeitig gab die Staatskanzlei der NRW-Landesregierung "grünes Licht" für den Förderantrag des Schwimmvereins Freibad Dabringhausen über 59.500 Euro zum Bau einer Photovoltaik-Anlage. Damit ist von den sechs antragstellenden Vereinen aus Wermelskirchen lediglich noch der Dabringhausener Turnverein (DTV), der Tennisplätze sanieren will, ohne Förderzusage. Die übrigen drei Vereine hatten ihre Positiv-Entscheide bereits in den vergangenen Wochen erhalten.

Die Nachfrage unserer Redaktion bei der Staatskanzlei hatte noch mal Schwung in die Sache gebracht. Davon ist Eckstein überzeugt. Er hatte darauf hingewiesen, dass der SSV unter Zeitdruck stehe, da der Platzumbau laut Plan im Juni beginnen soll: "Mit der Förderzusage durch die Staatskanzlei können wir nun den Antrag bei der NRW-Bank stellen – so ist das Prozedere für alle", sagt er. Noch im Laufe des heutigen Mittwochs (6. April) wolle der SSV diesen Antrag einreichen: "Ich habe das alles vorbereitet – kann das sozusagen aus der Hüfte schießen."

Der SSV-Vorsitzende Friedhelm Wendel muss den Antrag zeichnen, eine Kopie seines Personalausweises muss mit dazu und das Papier per Post zur NRW-Bank. "Die zusätzlich nötigen Unterlagen kann ich elektronisch übermitteln", sagt Eckstein und stellt fest, dass das nicht wenige sind: Absichts-Erklärungen von Spendern, Auftragsvergabe-Listen und Aufzählungen derjenigen, die ehrenamtlich Eigenleistung in welchem Umfang ("Muskel-Hypothek") einbringen, gehörten dazu. Realistischerweise könne der SSV Dhünn kaum davon ausgehen, vor August über liquide Mittel aus dem Fördertopf zu verfügen, sagt der 58-Jährige. "Die vorliegende Zusage erlaubt uns, mit dem Bau zu beginnen, ohne die Förderung zu gefährden." Aber: "Ein Rest-Risiko bleibt. Fangen wir an und die NRW-Bank genehmigt nicht, stehen wir auf einer begonnenen Baustelle." Wie der Verein damit umgehe, müssten die Funktionäre in den nächsten zwei Wochen mit der Stadt als Besitzer des Fußballplatzes entscheiden: "Beispielsweise der Rückbau von Zäunen ist möglich, genauso eine Zwischenfinanzierung bis zur Rechtskräftigkeit eines endgültigen Bescheides." Eckstein setzt auf die Kooperationsbereitschaft der NRW-Bank. Er wolle nach der Einreichung der Unterlagen das Gespräch suchen, um auf den Zeitdruck aufmerksam zu machen, kündigte er an: "Dafür fahre ich auch da hin." Letztlich sei der Austausch mit der Stadtverwaltung über Verfahren und technische Umsetzung "so super", dass man sehr weit fortgeschritten sei.





RP, Stephan Singer, 6.5.2020


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