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VEREIN
04.12.2014
Kunstrasen: Investition steht mit drin
SPORTAUSSCHUSS
Zum Thema Kunstrasen will die Politik konkrete Zahlen - und die bereits im Haushalt für 2015 festschreiben.
Es gab quasi keine Ratsfraktion, in der das Wort "Machbarkeitsstudie" gut angekommen wäre. Diese Formulierung klingt zu sehr nach Verdrängung und Verzögerung.

Sagte vor Mike Galow (Linke), Oliver Platt (BF) und Norbert Kellner (WNK) auch Norbert Galonska (SPD). Der fügte gleich den Antrag hinzu, im Haushaltsplan für 2015 750 000 Euro für den Bau eines Kunstrasenplatzes in 2015 einzuplanen.

Gleichzeitig empfahl der Ausschuss Haupt- und Finanzausschuss und Stadtrat, 5000 Euro für externe Berater sowie 30 000 Euro dafür einzuplanen, dass die Planungsphasen zügig voranschreiten können. Das hatte auch die Verwaltung vorgeschlagen.

Und in der Sitzung den aufstößigen Begriff zurückgezogen. "Wir sprechen besser von einem Umsetzungskonzept", gestand Bereichsleiter Andreas Voß eine missverständlich bis falsche Formulierung. Die 5 000 Euro seien einfach nötig, um die Grundlagen für die weiteren Leistungsphasen zu ermitteln, die nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) nötig sind.

"Wenn klar ist, wo der Platz entsteht, dann geht's weiter"

Bei Leistungsphase III sei die Entwurfsplanung erreicht, erklärte Tiefbauamtsleiter Harald Drescher - dann sei man bei einer Finanzierungssicherheit von ± 30 Prozent. Und wenn dann klar sei, wo der Kunstrasenplatz gebaut werden soll, "geht's weiter".

Quasi außerhalb des Protokolls sagte Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Wilke (CDU) am Mittwoch im Vereinsheim Pohlhausen: Standort eines Kunstrasenplatzes könne nur da sein, wo es heute bereits einen Sportplatz gibt, also in - alphabetisch - Dabringhausen, Dhünn, Pohlhausen oder Wermelskirchen (Eifgen). An einen ganz neuen Standort zu denken, hält er für illusorisch.

Jürgen Weiher brach als Vorsitzender des Stadtsportverbands gestern noch einmal eine Lanze für den Platz: "Wir brauchen diesen Kunstrasenplatz jetzt." Es gebe einen einstimmigen Beschluss dafür.

Rat und Verwaltung hätten den Sport diesbezüglich lange genug "stiefmütterlich behandelt". Die Stadt bekomme jedes Jahr 100 000 Euro vom Land für den Sport, und "wir stehen immer als Bittsteller da", schimpfte Weiher.

Die Stadtverwaltung ist aktuell laut Sitzungsvorlage noch dabei, die Lösungsvorschläge des Verbandes - zentrale Lösung oder Dabringhausen / Dhünn - zu prüfen und zu bewerten.

Dann soll ermittelt werden, welche Lösungsvorschläge weiterverfolgt werden. Dabei geht es um Kosten, Vor- und Nachteile und in erster Linie darum, wo der Platz entstehen soll.

KUNSTRASENPLATZ

KOSTEN-BEISPIEL
Die Stadtverwaltung hat sich beim Sportamt in Remscheid erkundigt, was der Platz in Bergisch Born gekostet hat. Ergebnis: 5.000 Euro das Umsetzungskonzept, 65.000 die Gesamtplanung, 750.000 der Bau an sich und 35.000 Euro die Bergungsanlage.

EIGENLEISTUNG
Der SSV Bergisch Born hat dazu immerhin noch 50.000 Euro und Arbeit reingesteckt.

rga, Thomas Wintgen, 4.12.2014



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